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Rückblick Sonderausstellungen

die kunst in uns


18. Mai – 24. Juni 2017

die kunst in uns
Retrospektive
Peter Schlosser 1941-2016

Kurz nach dem Tod des Füssener Kunsterziehers Peter Schlosser im Februar 2016 entstand der Wunsch, sein künstlerisches Lebenswerk auszustellen. Diese Retrospektive wird im Museum der Stadt Füssen am 18. Mai 2017, an seinem 76. Geburtstag, eröffnet. Peter Schlosser hat durch sein jahrzehntelanges Wirken als Kunsterzieher und Künstler zahlreichen Schülern und Erwachsenen in Franken und im Allgäu gezeigt, dass die Kunst in uns selbst verborgen liegt, und darauf wartet, geweckt zu werden. Der Ausstellungstitel die kunst in uns soll diese Lebensleistung hervorheben.

Alle ehemaligen Schüler sind eingeladen, ihre Arbeiten aus Peter Schlossers Kunstunterricht zur Vernissage mitzubringen und für die Dauer der Ausstellung im Refektorium auszulegen.

Ausstellungsdauer: 19. Mai – 24. Juni 2017
Vernissage: Donnerstag, 18. Mai, 19 Uhr
Donnerstag, 1. Juni, 19 Uhr: Führung durch die Retrospektive durch Dr. Rainer Jehl
Sonntag, 25. Juni, 11 Uhr: Finissage mit musikalischer Begleitung

 

Berufsverband Bildender Künstler Allgäu/Schwaben-Süd e.V.

 

29. April – 14. Mai 2017

Objekt, Skulptur, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Malerei

Aktuelle Kunst im Museum
mit dem "Füssener Förderpreis für junge Kunst" und der Sonderschau „Ein Raum - ein/e Künstler/in“

Das Konzept „Aktuelle Kunst im Museum“ mit den beiden Akzenten „Junge Kunst“ und der Sonderschau „Ein Raum - Ein/e Künstler/in“ findet seit mehreren Jahren erfolgreich in Füssen statt.

Aktuelle Kunst
Das Museum der Stadt Füssen im Barockkloster St. Mang stellt mehrere Ausstellungsräume und das Refektorium für die aktuelle Werkschau des BBK zur Verfügung. Als überregional bekanntes architektonisches Ensemble ist das ehemalige Benediktinerkloster ein geradezu idealer Veranstaltungsort für aktuelle Kunst - gerade im Kontrast zu dessen barockem Fluidum. Es bietet für zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aller Stilrichtungen und Gattungen ein attraktives Podium. Die Mitglieder des BBK Allgäu/Schwaben Süd zeigen neue und aktuelle Kunstwerke, die in ihren Themen und Formen das widerspiegeln, was für sie heute bedeutsam ist. Das können Werke der Objektkunst, Skulptur, Installations- und Videokunst, Handzeichnung, Druckgrafik, Fotografie und Malerei sein.

Füssener Sonderpreis für Junge Kunst
Der Füssener Sonderpreis für Junge Kunst wird von der Stadt Füssen gemeinsam mit den Elektrizitätswerken Reutte vergeben.

Ein Raum - eine Künstlerin
Im Rahmen der Ausstellung stellt der BBK in diesem Jahr dem Füssener Künstler Wolf Maurer einen Raum zur juryfreien Präsentation seiner Werke zur Verfügung.

Ausstellungsdauer:
29. April - 14. Mai 2017
Vernissage mit Preisverleihung: 28.04.2017, 19 Uhr

Veranstalter: Berufsverband Bildender Künstler Allgäu/Schwaben-Süd e. V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Füssen

Wanderausstellung "Gut gebrüllt"

Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen

Die Bayerische Schlösserverwaltung bereiste die Regionen Bayerns mit einer großen Wanderausstellung über Bayerns beliebtes Wappentier, die in den Schlössern und Burgen jeweils für etwa sechs Wochen Station machten.

Zur Ausstellung:

Der Löwe als heraldisches Symbol ist kurpfälzischen Ursprungs und stand darüber hinaus jahrhundertelang für Altbayern. Vielfältige Aspekte ergeben sich, wenn man den Löwen in seiner Rolle als Symboltier betrachtet. Eigenschaften wie Stärke, Mut, Würde und Autorität werden ihm zugeordnet.

Unter anderem steht er auch für das Land Bayern, dessen Symboltier er besonders im 19. Jahrhundert wurde. Damit bildete er eine Alternative zum preußischen Adler.

Für die Wanderausstellung werden Löwen aus den verschiedenen bayerischen Regionen, aus unterschiedlichen Zeiten und aus unterschiedlichen Materialien zusammengeführt. Die ausgewählten Exponate stellen eine „Menagerie bayerischer Löwen“ dar und erzählen unterschiedliche Geschichten zu ihrer Herkunft, Bedeutung und Funktion.

Themenschwerpunkte der Ausstellung bilden die Funktion des Löwen als Hüter des Hauses, seine heraldische Herkunft als pfälzischer Löwe, sein Ruf als König der Tiere und seine reale Präsenz in den Menagerien der Renaissance als Tier der Könige.

Zudem wird die Verbindung zu Herkules mit dem nemeischen Löwen als beliebtem Herrscherideal im Absolutismus und zu Herkules als postulierter Ahne der Wittelsbacher deutlich. Im 19. Jahrhundert erschien der Löwe häufig als Begleiter der Bavaria und bediente in Karikaturen die Klischeevorstellungen über Bayern.

Ausstellungsdauer: 16.09. bis 13.11.2016

Hannah Schneider

Installation, Zeichnung, Video, Settings

zur Ausstellung:
In ihrer Einzelausstellung "Orbit" nimmt  Hannah Schneider direkt Bezug auf zur Architektur und Geschichte des Ausstellungsortes, dem Benediktinerklosters St. Mang und speziell seinem ovalen Bibliotheksbau.
Hannah Schneiders künstlerisches Interesse gilt der Auseinandersetzung mit Raum, Umgebung, Situationen oder Architektur und drückt sich zumeist in ortsbezogenen, experimentellen Interventionen, Filmen, Installationen und Zeichnungen aus.

zur Künstlerin:
Hannah Schneider, geboren 1984 in Filderstadt, hat ihre Schulzeit in Füssen verbracht.
Nach dem Studium der Bildhauerei an der Alanus Hochschule bei Bonn absolvierte sie ein Meisterschülerstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und ist seitdem als freischaffende Künstlerin in Köln tätig.
Sie arbeitete 5 Jahre lang in einem Förderatelier im Atelierhaus des Bonner Kunstvereins und hat diverse Preise erhalten:
2010 die Debütantenförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
2011 den Rhenania Kunstpreis
2013 den Deutsch-Französischen Kunstpreis. Der Preis war verbunden mit einer Ausstellung im kunsthistorischen Institut der Universität Bonn und in Temple Neuf, Strasbourg. Hier wurde die Videoarbeit „Bäuchlings auf dem Rhein“ mit einer Life-Orgelimprovisation uraufgeführt.
2014 wurde Hannah Schneider mit dem Alanus Preis für Bildende Kunst ausgezeichnet und ihr künstlerisches Schaffen in einer Einzelausstellung im Stadtmuseum Siegburg 2015 vorgestellt.

Ausstellungsdauer: 23.06. bis 14.08.2016

Berufsverband Bildender Künstler Schwaben-Süd e.V.

Objekt, Skulptur, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Malerei

Aktuelle Kunst im Museum
mit dem "Füssener Förderpreis für junge Kunst" und der Sonderschau „Ein Raum - ein/e Künstler/in“

Das Konzept „Aktuelle Kunst im Museum“ mit den beiden Akzenten „Junge Kunst“ und der Sonderschau „Ein Raum - Ein/e Künstler/in“ findet seit mehreren Jahren erfolgreich in Füssen statt.

Aktuelle Kunst
Das Museum der Stadt Füssen im Barockkloster St. Mang stellt mehrere Ausstellungsräume und das Refektorium für die aktuelle Werkschau des BBK zur Verfügung.
Als überregional bekanntes architektonisches Ensemble ist das ehemalige Benediktinerkloster ein geradezu idealer Veranstaltungsort für aktuelle Kunst - gerade im Kontrast zu dessen barockem Fluidum. Es bietet für zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aller Stilrichtungen und Gattungen ein attraktives Podium.
Die Mitglieder des BBK Schwaben Süd zeigen neue und aktuelle Kunstwerke, die in ihren Themen und Formen das widerspiegeln, was für sie heute bedeutsam ist. Das können Werke der Objektkunst, Skulptur, Installations- und Videokunst, Handzeichnung, Druckgrafik, Fotografie und Malerei sein.
Füssener Sonderpreis für Junge Kunst
Der Füssener Sonderpreis für Junge Kunst wird von der Stadt Füssen gemeinsam mit den Elektrizitätswerken Reutte finanziert und ist mit 1.000 Euro dotiert. Alle nach 1975 geborenen Künstlerinnen und Künstler des BBK Schwaben-Süd können sich dafür bewerben. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Vernissage durch den Vorstandsvorsitzenden der Elektrizitätswerke Reutte, Herrn Magister Klaus Schmitzer.
Ein Raum - eine Künstlerin
Im Rahmen der Füssener Ausstellung stellt der BBK in diesem Jahr der Künstlerin Anna Ottmann aus Stadtbergen bei Augsburg einen Raum zur juryfreien Präsentation ihrer Werke zur Verfügung.
Zusatzprogramm: Performance und Rundgang durch die Ausstellung mit
Schauspielerin Anna Ottmann und Gerhard Menger (BBK Vorsitzender)
am 06. Mai 2016, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 29.04.-16.05.2016
Vernissage mit Preisverleihung: 29.04.2016, 19 Uhr
Veranstalter: Berufsverband Bildender Künstler Schwaben-Süd e. V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Füssen  

ruinelli architetti - im dialog mit der tradition

Armando Ruinelli, geboren 1954, wuchs in Soglio im Bergell, einem italienischsprachigen Tal des Kantons Graubünden in der Schweiz auf. Nach seiner Lehre und 2-jähriger Berufspraxis als Hochbauzeichner in Zürich kehrte er 1976 in seinen Heimatort zurück. Mit kleinen Aufträgen der Gemeinde startet Ruinelli autodidaktisch als Architekt: zuerst ist es nur eine Mauer, ein Geräteschuppen, dann zwei Häuser in Soglio und ein Anbau an ein Hotel in Vicosprano. Ruinelli renovierte die Kirche in Soglio, plante eine Schreinerei, einen Bauernhof, eine Turnhalle und restaurierte Bruno Giacomettis Grenz wärterhäuschen in Castasegna unten an der Grenze nach Italien. 1988 bezog er das eigene Atelier mitten im Dorf. Seit 2000 führt Ruinelli das Büro zusammen mit dem ebenfalls aus Soglio stammenden Fernando Giovanoli als Partner. Zahlreiche Projekte haben sie über die Jahre in Soglio und im Bergell realisiert. Immer ist es die intensive Auseinandersetzung mit einem gegebenen Thema, mit einer Situation, mit der lokalen Tradition, mit den historischen Bautypologien, mit den stimmigen Materialien. In zeitgenössischer Sprache führen sie die reiche Tradition der ursprünglichen Bergeller Bauweise fort. Ruinelli Architetti haben das regionale neue Bauen zu einer Qualität geführt, die weltweit Aufmerksamkeit erregt. Vortragsreisen bis nach Japan, Gastprofessuren in Deutschland, nationale und internationale Jury- und Beratertätigkeiten führen Ruinelli immer wieder hinaus aus dem Bergell. Dennoch weiß er sicher: er bleibt in Soglio.
In der Ausstellung werden Fotos, Modelle, ein Materialtisch sowie der Bauwelt-Film No. 5 „Armando Ruinelli, der Ortsbaumeister von Soglio“ (Deutsche Welle-TV) gezeigt.
Aktuell erschien beim Bayerischen Landesverein für Heimatpfleger e.V. in der Reihe „Der Bauberater“
Heft 3: „Bauten im Kontext von Ruinelli Associati Architetti“ (ISSN 0177-4484, 3Euro).
In der Orangerie der Stadtbibliothek Füssen gibt es einen Büchertisch und eine „LeseZeit“ zum Thema.
Eröffnung: Freitag, 15.01.2016, 19.00 Uhr
Begrüßung durch Paul Iacob, Erster Bürgermeister der Stadt Füssen, Einführung durch Franz G. Schröck, architekturforum allgäu, Werkvortrag von Armando Ruinelli, Soglio, Musikalisches Intermezzo: John-Arthur Westerdoll, Violine
Veranstaltung: Freitag, 26. Februar 2016, 19 Uhr
Gesprächsrunde „Materialgerechtes Bauen im ländlichen Raum“ mit Ernst Gamperl, Steingaden Dr. Bettina Schlorhaufer, Innsbruck Frank Lattke, Augsburg Thomas Lauer, München Armando Ruinelli, Soglio
Moderation: Thomas Meusburger, architekturforum allgäu
Der Abend wird musikalisch von Tobias Meggle (hinterland records) mit einem DJ-Set aus eigenen Kompositionen live gestaltet.

Ausstellungsdauer: Samstag, 16.01. bis Sonntag, 28.02.2016

Japanische Puppen für Alltag und Fest

Aus der Sammlung von Werner Schwendner

Der Umgang mit Puppen (人形 ningyō = menschliche Form) in Kult und täglichem Leben hat in Japan wohl schon lange eine bedeutende Rolle gespielt. Wie in anderen Kulturen, findet man menschliche Figuren hier als Grabbeigaben bereits in prähistorischer Zeit bis etwa ins 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. In der Heian-Zeit (794-1185) werden Strohpuppen (katashiro 形代 oder hitogata 人形) mit magischer Symbolkraft erwähnt. In Zeiten von Seuchen setzte man sie auf Gewässern aus, damit sie die Krankheit mit sich fort tragen sollten.
Später wurde die Puppe zum Talisman, zum Freundschaftsgeschenk, zum Zimmerschmuck oder zur berühmten Theaterspielfigur. Als Kinderspielzeug waren Puppen besonders seit dem 17. Jahrhundert, also der Tokugawa-Zeit, sehr beliebt. Man formte sie meist aus Ton in Holzmodeln, brannte sie und malte sie bunt an. So wurden sie im ganzen Land als billiges Spielzeug verkauft. Heute dienen Puppen aus den verschiedenen Regionen vielfach als Schmuck- und Kunstobjekte, die von Sammlern sehr gesucht werden. Am häufigsten dargestellt werden Tänzerinnen in Geisha-Gestalt und -Gewand, historische Krieger oder Szenen aus dem Alltagsleben.
Die Sammlung Werner Schwendner:
Seit etwa 25 Jahren widmet sich Werner Schwendner dem Erwerb und der Sammlung japanischen Spielzeugs. Als er 1990 ein Seminar für Stukkateure in Japan leitete, erwachte sein Interesse für diese fernöstliche Kultur. Beim Aufbau der Sammlung stand stets Schwendners Interesse an der japanischen Formen- und Materialienvielfalt im Vordergrund und weniger die Suche nach ausgesuchten Kostbarkeiten. Insbesondere unterschiedlich gearbeitete und dekorierte Puppen und Spiele des Alltags erfreuen den Sammler immer wieder aufs Neue, da sie direkte Eindrücke vom Leben in den verschiedenen Gegenden Japans übermitteln.  
Hier können Sie sich den Initiates file downloadFlyer mit Informationen zur Ausstellung herunterladen.

Ausstellungsdauer:
24.09. - 25.10.2015

Vernissage, Eröffnungsveranstaltung und Ausstellung zum Thema "Wasser"

Die Ausstellung zum Thema "Wasser" mit Fotografien von Peter Samer 

Die Eröffnungsveranstaltung Klangbilder „Wasser“ 2015 findet ebenso am 20.05.2015 im Kaisersaal des Barockklosters St. Mang im Anschluss an die Vernissage statt:
Fotos und Videoprojektionen untermalt mit Livemusik
Veranstalter: Kulturamt der Stadt Füssen, Tel. 08362/903146 und Peter Samer
Flyer mit Informationen zur Ausstellung und zur Veranstaltung

Ausstellungsdauer: 21.05.2015 bis 05.07.2015

Hollywood in Füssen

Zur Uraufführung des Kinofilms "Gesprengte Ketten" vor 50 Jahren

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit.
In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1944 fand die größte Fluchtaktion aus dem Kriegsgefangenenlager der deutschen Luftwaffe „Stalag Luft III“ in der niederschlesischen Stadt Sagan (heute Żagań in Polen) statt, bei der 87 Gefangene durch einen Tunnel zunächst fliehen konnten.
Da der Tunnel jedoch um etwa 10 Meter zu kurz war, befand sich sein Ausstieg nicht wie geplant im angrenzenden Wald, sondern noch im Lagerbereich, der von Scheinwerfern ausgeleuchtet wurde.
Die Flucht wurde von der Wachpatrouille entdeckt, elf Gefangene sogleich im Wald gefasst. Vier Piloten schlugen sich nach Breslau durch, nahmen einen Zug Richtung Norden, um nach Norwegen zu gelangen. Sie wurden jedoch in Flensburg gefangen genommen und drei Tage später von der Gestapo erschossen. Nur drei der 76 Flüchtigen erlangten die Freiheit,
50 Gefangene wurden auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers ermordet, die anderen wieder in Lager deportiert.
Im Roman von Paul Brickhill „The Great Escape“ sah der bekannte Hollywood-Regisseur John Sturges einen fesselnden Stoff für einen Kinofilm.
Er gewann für sein neues Filmprojekt internationale Filmstars wie Steve McQueen, James Garner, Richard Attenborough, Charles Bronson und James Coburn. Der Film wurde weltweit zu einem Kassenerfolg und zählt heute zu den großen Kriegsfilm-Klassikern. Er stellt eine Hommage an den „unbezwingbaren Geist“ der Menschen für die Freiheit dar. Obgleich der Massenausbruch für fast alle tragisch scheiterte, nur drei Männern gelang die Flucht, konnte der Freiheitsdrang nicht besiegt werden.
Die Bavaria Filmstudios in München boten die idealen Voraussetzungen für die Dreharbeiten. Im angrenzenden Perlacher Forst wurde das Kriegsgefangenenlager originalgetreu nachgebaut.
In Kooperation mit Bavaria Film erinnert das Museum der Stadt Füssen in einer Sonderausstellung an die Dreharbeiten des Hollywood-Teams unter der Regie von John Sturges in der Altstadt Füssen und dem Füssener Land.
In den etwa sechs Wochen der Dreharbeiten logierten die Hollywoodstars Steve McQueen, Charles Bronson und James Coburn und das gesamte Filmteam in Hotels in Füssen, Hohenschwangau, Hopfen und Speiden.
Die Füssener Altstadt wurde zurück in die Zeit des 2. Weltkriegs verwandelt. Dies war nicht all zu schwierig, denn 1962 war die Patina einer angegrauten mittelalterlichen Stadt noch fast durchgängig erhalten. Der Bahnhof, die engen Gassen in der Altstadt, die Dachlandschaften boten ideale Kulissen für die Verfolgungsjagden.
Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger spielten als Statisten mit oder beobachteten die Dreharbeiten von den Dächern der Spitalgasse. In bisher unveröffentlichten Fotos von den Dreharbeiten wird die Filmatmosphäre am Kappenzipfel oder in der Drehergasse anschaulich eingefangen.
Fotos wie auch Requisiten von den Bavaria Filmstudios erzeugen einen lebendigen Eindruck der damaligen Filmproduktion.
Ein sensationelles Exponat der Ausstellung stellt das originale Motorrad – eine Triumph TR6 – dar, das als Ersatzmotorrad bei den Dreharbeiten mitgeführt wurde. Ein englischer Film-Enthusiast entdeckte es in Schottland und brachte es nun als Leihgabe in die Ausstellung.
Aber auch der Baseball, den Steve McQueen dem Besitzer der Pension Pergola in Hopfen schenkte, ist ein beredtes Ausstellungsstück, symbolisiert er doch den Drang und den unbezwingbaren Willen von Captain Virgil Hilts, gespielt vom Hollywoodstar Steve McQueen, zur Freiheit.
Es werden Filmausschnitte der Verfolgungsjagd durch die Gassen der Altstadt, der Szene im französischem Cafe, der Flucht im Ruderboot und natürlich der wilden Motorrad-Verfolgung an die „Schweizer Grenze“, die zwischen Pfronten und Weißensee verlief, gezeigt.

Ausstellungsdauer: 03.10.2013 – 05.01.2014

Alberto Carutti

Lauten, Gitarren, Mandolinen

Aus der Privatsammlung von
Carlo Alberto Carutti

Geweckt wurde die Liebe zur Musik beim jungen Carlo Alberto Carutti in der Grundschule, als seine Lehrerin ihm im Schulchor den Solistenpart übertrug. Auf dringendes Anraten seines Vaters nahm er zwar ein Ingenieurstudium auf, doch blieb die Musik sein ständiger Begleiter. So erlernte er das Gitarren- und Geigenspiel. Beim legendären italienischen Jazzer Luciano Zuccheri spielte er in den 1940er Jahren als Gitarrist im „Quintetto Ritimico di Milano“.
Als Kind besaß er als erstes eigenes Instrument eine kleine viersaitige Ukulele. Als 16jähriger konnte er beim Besuch der Gitarrenbauer- Werkstatt von Antonio Monzino in Mailand dem Kauf einer Gitarre nicht widerstehen und versetzte dafür seine Märklin-Modelleisenbahn.
Seine Profession als Ingenieur verschränkte sich nun eng mit der Sammelleidenschaft, auch durch seine jahrzehntelangen Kontakte zur Firma Bihler und zu den Städten Füssen und Cremona.
Die Ausstellung zeigt repräsentative Exponate der herausragenden Sammlung und ehrt den 90jährigen Kunstmäzen.

Ausstellungsdauer: 20.07. bis 08.09.2013

Anton Kirchmair

wider den geist der schwere

Zeichnungen, Grafik, Installationen
vom Aufenthalt in der Bleckenau 2012

• Anton Kirchmair wurde 1943 in München geboren.
• Nach einer Zeit als Werkzeugmacher und Seemann studierte er Kunst an der LMU München.
• Von 1972 – 1992 war er als Kunsterzieher tätig.
• Seit 1992 arbeitet er als freischaffender Künstler und lebt in Haidmühle/Marchhäuser, direkt an der bayrisch-tschechischen Grenze.
• Seit 1998 rege Ausstellungstätigkeiten im In- und Ausland. So war er 1998 artist in residence am Virginia Center fort he Creative Arts (USA).
• 2012 war Anton Kirchmair mit seinem ersten Künstlerbuch Drei Silben auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Christopher Schmidt schreibt darüber in der Süddeutschen Zeitung: „…ein eindruckvolles Exempel für gelebte Buchkunst, individuelle Bücher, in denen die ganze Erfahrung eines Künstlerlebens steckt. Johannes Gutenberg hätte gewiss seine Freude daran.“ (SZ vom 13.10.2012)
• Schwerpunkt seiner Arbeiten bilden die Zeichnungen, „ganz mit der Absicht, sich noch mehr von der Schwere des Materials und den großen Formaten zu befreien. Das Handwerkliche hat er zugunsten einer geistigen Beschäftigung reduziert. Freie, zarte Bleistift-Handzeichnungen werden präzise, aber lapidar auf das Papier gesetzt – minimalistisch gebündelte Linienfelder zeugen von einem starken Wunsch nach äußerster Reduktion und Purismus.“ (Dr. Petra Noll)
• Im Jahr 2012 erhielt Anton Kirchmair die Jägerhütte auf der Bleckenau für einen längeren Arbeits-Aufenthalt von den Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Oberammergau zur Verfügung gestellt.
• Wichtig ist dem Künstler dabei besonders auch der sorgsame Umgang mit den Dingen, und hier vor allem mit den eigenen Produkten. So zeugen die Kaltnadelradierungen, die Bleistift -Zeichnungen sichtbar und nachvollziehbar von Überarbeitungen. Nichts wandert in den Papierkorb oder in die Wertstofftonne, sondern der Künstler steht zu seiner Produktion, die auch Fehler aufweisen kann und lässt den Betrachter am Werkprozess teilhaben.
• Auch die Verpackungen und die Materialien der Präsentation werden zu einem integrierten Teil des einzelnen Kunstwerks, wie in der Installation im Refektorium zu sehen ist.

Ausstellungsdauer: 20. April bis 2. Juni 2013

Oskar Freiwirth-Lützow

EIN KÜNSTLER DER JAHRHUNDERTWENDE
ZUM 150. GEBURTSTAG

Oskar Freiwirth-Lützow war sicherlich der bedeutendste Künstler der Zeit um 1900 in Füssen.
Er wurde am 12. Mai 1862 als Sohn des Wilhelm Lützow und Karolina Kunkel in Moskau geboren. Dieser 150. Geburtstag ist Anlass einer Sonderausstellung in der Städtischen Gemäldegalerie im Hohen Schloss Füssen.
Mit einer Reihe von Leihgaben aus Privatbesitz, die noch nie in einer Zusammenschau öffentlich gezeigt wurden, wird sein künstlerisches Schaffen eindrucksvoll dokumentiert.
Moskau – Düsseldorf – München  - Sankt Petersburg – Faulenbach waren einige Stationen im Künstlerleben von Oskar Freiwirth-Lützow.
Oskar Freiwirth-Lützow zog mit seiner Familie als bekannter, erfolgreicher und gut situierter Künstler 1913 nach Faulenbach, nachdem er seit 1907 öfters hier zur Sommerfrische weilte.
1913 erwarb er in Faulenbach die „Villa Maria“ und ein Atelier in einem Haus oben auf dem Kobelhang, das heutige „Haus Edelweiß“.
Das bescheidene Auftreten des weltläufigen Künstlers Oskar Freiwirth-Lützow, aber zugleich auch sein engagiertes gesellschaftliche Eintreten für die Belange der Kunst und Kultur und sein soziales Engagement machten ihn in Füssen so anerkannt und beliebt.
Seit 1884 begann in München seine selbständige Künstlerkarriere.
1890 beschickte er die St. Petersburger Frühjahrausstellung mit dem Gemälde „Ein lieber Gast“, das sogleich von Großfürst Alexander Michailowitsch gekauft wurde. Sein Geschäft auf dem russischen Kunstmarkt begann zu florieren.
Zar Nikolaus kaufte zunächst sein Bild Der Alchimist und 1901 Ein Alchimist mit Schülern. Die gesellschaftliche Anerkennung blieb nicht aus und er wurde Mitglied in der exklusiven Petersburger Künstlergesellschaft, wo man ihm sogar die Präsidentenstelle anbot.
Doch er kehrte 1899 nach München zurück und setzte dort seine Künstlerkarriere erfolgreich fort. 1909 erhielt er in der Kunstausstellung im Münchner Glaspalast die zweite goldene Medaille für das Gemälde Die Gevatterin.
In München war er ein sehr gefragter Künstlerkollege: er saß im Ausschuss der Münchner Künstlergenossenschaft, war Schatzmeister der Allgemeinen deutschen Künstlergenossenschaft und erster Vorsitzender der Geselligen Vereinigung Münchner Künstler.
Oskar Freiwirth-Lützow zählte zu „den wenigen erfolgreichen Malern und Bildhauern der Epoche“. 1912 berichtete der Kunstkritiker Hans Roth in seiner Reportage von einem Atelierbesuch bei Freiwirth-Lützow: „Viele Bilder kann man bei Freiwirth-Lützow nicht sehen, denn er ist in der glücklichen Lage, sie meist von der Staffelei weg zu verkaufen. Mit Rußland teilen sich vorwiegend Deutschland, England und Amerika in dem Besitz seiner Bilder“.
Seit 1913 lebte er mit seiner Familie in Faulenbach und starb am 3. Mai 1925 in Füssen.

Ausstellungsdauer: 12.05. bis 16.09.2012

Cremona

500 Jahre Metropole des Geigenbaus

Weltweit keine Stadt ist mit dem Geigenbau so intensiv verbunden wie die oberitalienische Stadt Cremona.
Die Kulturpartnerschaft zwischen Füssen, der Wiege des europäischen Lautenbaus, und Cremona, dem internationalen Zentrum des Geigenbaus, wird in einer hochkarätigen Sonderausstellung mit Instrumenten der bedeutendsten Cremoneser Geigenbauer eindrucksvoll untermauert.

In der Ausstellung sind fünf besonders wertvolle historische Violinen zu sehen, die die bedeutendsten Geigenbau-Dynastien in Cremona dokumentieren:

Vom Stammvater des Cremoneser Geigenbaus, Andrea Amati (geb. um 1505 – 1577), ist eine Violine von 1566 aus der berühmten Instrumentengruppe für den französischen König Karl IX. zu bewundern.

Eine Generation später ist die Schaffenszeit von Francesco Ruggeri (geb. um 1620 – 1698), der noch ganz im Stil von Amati arbeitete.

Eruptive Kraft vermittelt die Violine „Il Vesuvius“ aus dem Jahr 1727 von Antonio Stradivari (geb. um 1644 - 1737).

Giuseppe Guarnerius del Gesù (1698–1744), dessen Instrumente neben denen von Antonio Stradivari zu den begehrtesten und teuersten Instrumenten zählen, ist mit der Violine „Stauffer“ von 1734 vertreten.

Mit einer Violine von Enrico Ceruti (1806–1883) wird der Geigenbau in Cremona des 19. Jahrhunderts dokumentiert.

Weitere fünf Streichinstrumente – zwei Violinen, eine Viola, ein Violoncello und ein Kontrabass - stellen Sieger des Internationalen Geigenbau-Wettbewerbes der Jahre 1976 bis 2009 in Cremona vor und repräsentieren den zeitgenössischen Geigenbau.

Diese Sonderausstellung wird auch anlässlich des Jubiläumsjahres 450 Jahre Füssener Lautenmacher-Zunft veranstaltet und unterstreicht die Bedeutung der Kulturpartnerschaft zwischen den beiden historischen Musikinstrumenten- Zentren Cremona und Füssen.


Ausstellungsdauer: 21.07. bis 09.09.2012

Muyan Lindena "Megapixel"

Bildhauerarbeiten und Installationen vom Bleckenau-Aufenthalt 2011

Ausstellungsdauer:
31.03. bis 26.04.2012

 

 

Die Füssener Stadtmauer - Tore und Türme

Als vor genau 200 Jahren - 1812 - alle Stadttore mit Ausnahme des Bleichertores und des Augsburger Torturmes im Stadtmauerrings Füssens geschleift wurden, war dies ein sichtbares Zeichen für den Aufbruch in eine neue Zeit.
Denn seit dem hohen Mittelalter war eine Stadtbefestigung wesentlicher Bestandteil jeder deutschen Stadt. Spätestens mit der Stadterhebung Füssens Ende des 13. Jahrhunderts wurde um Füssen eine erste Wehrmauer errichtet, die kurz nach 1313 durch drei hohe Tortürme verstärkt wurde. In der Blütezeit Füssens um 1500 erfuhr die Stadt eine räumliche Erweiterung, die durch einen weiteren Mauerring integriert wurde.
Zunächst hatte die Stadtbefestigung eine reine Schutz- und Wehrfunktion nach außen. Wehrtechnische Schwachstelle im Befestigungsring stellten die Tore dar, die aber durch den Bau von Türmen über dem Tor und durch die Anstellung von Torwärtern ausgeglichen wurde.
Der Torwart war für den Schließdienst und die Zolleinnahmen zuständig. Niemand durfte unkontrolliert die Stadt betreten oder verlassen. Somit erfüllte das Schließen der Tore auch eine Funktion der Selbstkontrolle der städtischen Gesellschaft. Die Freizügigkeit des Einzelnen war nach unserem heutigen Empfinden extrem eingeschränkt, das Verhalten des Einzelnen leicht überprüfbar.
Doch daneben spielte das Repräsentationsbedürfnis auch eine bedeutende Rolle. Besonders die Tortürme markierten über ihre Höhe und Gestaltung herrschaftliches Selbstbewusstsein, was besonders gut am Augsburger Torturm abzulesen ist.
Nicht nur dass durch die Feuerwaffen Stadtmauern wehrtechnisch völlig überflüssig wurden, sondern auch der Prozess der Individualisierung des Menschen ließ eine Befestigung und Abschottung nach außen überflüssig werden.
So wurden Anfang des 19. Jahrhunderts Stadtmauer und Stadttore als Anachronismen zum Fortschritt betrachtet. Ihre Baulast versuchte sich die Kommune möglichst schnell mit Abbruch oder Verkauf von Mauerabschnitten an Private zu entledigen.

Ausstellungsdauer: 18.01. bis 18.03.2012

Fotoausstellung - Albert Müller

In der Reihe „Spuren zur Geschichte der Stadt Füssen“
„Städtisches Hallenbad“
Fotoarbeiten von Albert Müller

Kurz bevor die Bagger das Hallenbad der Stadt Füssen einrissen, erhielt der Fotograf Albert Müller die Gelegenheit, letzte Eindrücke aus dem Innern des Hallenbades fotografisch festzuhalten.
So entstanden beeindruckende Stillleben. Die einzelnen Räume, die Ausstattung, Reste des noch vorhandenen Gestaltungskonzeptes und Leitsystems und die noch herumliegenden Bade-Accessoires ergeben sinnliche Bilder der Nachlese.
Die Fotoserie von Albert Müller reiht sich ein in der Kunstgattung der „Natura morta-Darstellungen". Sie arrangiert in ästhetischer Absicht reglose Gegenstände. Ihre Zusammenstellung lädt sich damit jedoch mit symbolischer Bedeutung auf.
In der Ausstellungsreihe „Spuren zur Geschichte der Stadt Füssen“ stellen die Fotos von Albert Müller auch zeitgeschichtliche Dokumente dar. Sie halten -  auf künstlerische Weise verdichtet  - Architektur und Gestaltkonzept des ehemaligen Hallenbades fest.
Ganz im Geist und in der Intention der Olympischen Sommerspiele 1972 in München entwarf der Münchner Architekt Werner Wirsing (* 4. März 1919 in Gemünden/Main) ein Sportbad, das mit Sichtbeton und großen Glasfronten Offenheit und Transparenz signalisierte.
Das Farbkonzept und das Besucher-Leitsystem schuf der damals bedeutendste Grafiker der Bundesrepublik, Otl Aicher (* 13. Mai 1922 in Ulm; † 1. September 1991 in Günzburg), der auch die Piktogramme für die Olympiade in München entwickelt hatte.
Das Hallenbad wurde 1973 formlos der Öffentlichkeit übergeben. Nachdem es nur äußerst defizitär betrieben werden konnte, musste es 2005 geschlossen werden. Schließlich wurde das gesamte Hallenbad-Gelände verkauft und wich einer Wohnbebauung.

Ausstellungsdauer: 23.10. bis 11.12.2011

Füssener Uhren und Uhrmacher

Im Museum der Stadt Füssen wird erstmals das bedeutende Handwerk der Füssener Uhrmacher in einer Sonderausstellung gewürdigt.
Eine Triebfeder, die diesen Berufszweig in Füssen besonders förderte, war die Benediktinerabtei St. Mang, da eine genaue Zeiteinteilung den klösterlichen Alltag bestimmte.
Die ersten Uhrmacher waren Schlosser und Schmiede, und zunächst zählte die Uhrmacherei zu den Künsten. Schließlich entwickelten sich die Uhrmacher zu Pionieren der Feinmechanik.
Die Geschichte des Füssener Uhrmacherhandwerks vom Ende des 16. Jahrhunderts bis in die Gegenwart wird anhand exzellenter Uhren veranschaulicht. Unterschiedliche Uhrenarten sind zu bewundern: von der Sonnenuhr zur mechanischen Räderuhr, vom großen Turmuhrwerk bis zur kleinen Armbanduhr.
Zur Ausstellungseröffnung präsentiert die traditionsreiche Uhrenfabrik Junghans GmbH & Co. KG modernste Entwicklungen der Uhrenproduktion in einer Jubiläumsschau zu ihrem 150-jährigen Bestehen.

Ausstellungsdauer: 04. Juni – 13. Juli 2011

PinHoly - Oliver Möst

„Heiligen Portraits“ aus der Camera Obscura
von Oliver Möst

Für seinen neuen Werkkomplex mit dem Titel „Pinholy“ portraitiert Oliver Möst Personen, die jeweils einer bestimmten Berufsgruppe angehören. Dabei knüpft er an die Heiligen- und Gesellschaftsdarstellungen des 16. und 17. Jahrhunderts an und stellt mit seiner „Pinholy“-Serie einen aktuellen Bezug zur Gegenwart her. In seinen Fotoporträts zeigt er eine zeitgenössische Variante der Darstellung von Patronatsheiligen.
Die von ihm für die Portraits ausgewählten Personen sieht er als Menschen an, die in der Ausübung ihres Berufes als integre Vorbilder für andere gelten. Möst erstellt somit eine moderne und zeitgemäße Variante von „Patronatsheiligen des 21. Jahrhunderts“.
Die wahre Identität der von Oliver Möst dargestellten Patronatsheiligen ist für den Betrachter gar nicht oder nur erschwert auszumachen, denn die Portraits sind durchgehend schemenhaft.
Alle Fotografien der „Pinholy“-Serie zeichnen sich durch diese auffallende Unschärfe aus, die beabsichtigt ist und das leitende ästhetische Prinzip der gesamten Arbeit des Künstlers darstellt.
Die Unschärfe der Fotoarbeiten ist auf die von Oliver Möst genutzte Technik der Lochkamera zurückzuführen. Diese linsenfreie Kamera, auch als ‚Camera Obscura’ bezeichnet, stellt die Grundform aller fotografischen Kameras dar. Der Titel dieser Serie lässt sich auf ein Wortspiel mit der englischen Bezeichnung der Lochkamera-Fotografie zurückführen: Aus der einfachen „pinhole photography“ wird bei Oliver Möst die heilige „pinholy photography“.
(nach einem Katalogtext von Katrin Kohle) 

Ausstellungsdauer: 19.03 bis 01.05.2011

Peter Lang - Zwei Sommer, drei Winter in der Bleckenau

Der Künstler Peter Lang, geboren 1965 in Holzkirchen, arbeitete die letzten zwei Sommer und drei Winter in der Bleckenau. Sein Maleratelier war der Geräteschuppen des Forstgebäudes der Bleckenau und die Holzerhütte bot ihm Wohnraum in dieser Zeit.
Sein Malgegenstand stellte die Bergwelt der Bleckenau, der Wandel des Lichts und der Farben in der Natur im Laufe der Jahreszeiten dar.
Peter Lang entwickelte seine ganz eigene Maltechnik: auf die grundierte Leinwand malt er vor Ort seine Landschaftswahrnehmungen. Diese werden dann im Atelier mit einer Schlagschnur überarbeitet, indem Farbpigmente linear aufgebracht werden.
Extra zu dieser Ausstellung malte er auch vor Ort, im Refektorium des Klosters St. Mang.
In der Ausstellung werden neben den sechs großformatigen Refektoriumsbildern die Gemälde aus der Schaffensphase in der Bleckenau erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Ausstellungsdauer: 09. Mai . – 05. Juli 2009

Blauer Ocker

Kunstausstellung

Ausstellungsdauer: 01.11.2008 bis 23.11.2008

Wolfgang Wachter

Neue Bilder

Ausstellungsdauer: 19.09. bis 26.10.2008

Foto:
ohne Titel, Acryl auf Nessel, 80/60 cm

Klang und Sinn

Saiteninstrumente in der grafischen Kunst

Lauten und Geigen sind Engeln in die Hand gegeben, das abgelegte Saiteninstrument in einem Stillleben verstärkt den Eindruck der Vanitas, während eine Lautenspielerin Lebenslust signalisiert.
Musik erzeugt Stimmung und das Musikinstrument in der bildenden Kunst drückt Stimmungslagen aus.
Ein interessanter, neu erworbener Sammlungsbestand des Museums, Saiteninstrumente in den grafischen Künsten, wird hier präsentiert.

Foto: Der Verführte
Lithographie von Ferdinand Piloty um 1840 nach einem Gemälde von Gerrit van Honthorst

Ausstellungsdauer: 28.08. bis 05.10.2008

Nachschaffen im Geist des Originals

Modelle der Stuckateure Josef Schnitzer, Vater und Sohn

Herr Emil Herzig erlernte das Stuckateurhandwerk bei Josef Schnitzer in Buching und war als Stuckbildhauer jahrzehntelang Mitarbeiter dieser Stuckateursfirma. An zahlreichen großen Projekten wie dem Wiederaufbau der Münchner Residenz oder der Restaurierung des Passauer Domes war er selbst beteiligt.
Herr Herzig zeigt an praktischen Beispielen die Arbeit von Versetz- und Antragsstuck, führt die Herstellung von Stuckmarmor vor und lüftet das Geheimnis der Scagliolatechnik.
Erstmals werden Modelle der Stuckateure Josef Schnitzer vorgestellt. Sie sind bedeutende Zeugnisse nicht nur der handwerklichen Kunst der Stuckateure Schnitzer im Besonderen, sondern auch der Denkmalpflege der Nachkriegsjahrzehnte im Allgemeinen.
Josef Schnitzer sen. entstammte einer kinderreichen Schneiderfamilie aus Elmen. Er wurde am 7. April 1877 geboren, kam dann zu einem Stuckateur in die Lehre und ließ sich in Bayerniederhofen nieder. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Josef, geboren 1915, den Betrieb, den er bis zu seinem Tod 1984 leitete.

Foto: Modell des Seitenaltares in St. Maria Magdalena, Bruchhausen, Josef Schnitzer jun. 1956

Ausstellungsdauer: 29.06. bis 17.08.2008

Spuren zur Geschichte der Stadt Füssen

Rudolf Allwardt - ein Landschaftsmaler aus Mecklenburg in Hopfen

In den 1950er Jahren lebte der Kunstmaler Rudolf Allwardt in Hopfen am See. Aus dieser Zeit haben sich im Familienbesitz noch einige Gemälde erhalten, die in dieser kleinen „Spuren“ - Ausstellung gezeigt werden.
Biographisches
Rudolf Conrad Erich Allwardt wurde am 8. März 1902 in Malchin in der „Mecklenburgischen Schweiz“ geboren.
Bereits als 17jähriger besuchte er die Münchener Kunstgewerbeschule, absolvierte eine Buchbinderlehre und arbeitet in München als Geselle in einer Kunstbuchbinderei.
Ab 1925 arbeitete er als Farbkocher bei der Farbmöbel AG in München.
Doch dann entschloss er sich, Künstler zu werden und besuchte die Starnberger Malerschule, die er aber aus Geldmangel bald verlassen musste und kehrte nach Malchin zurück.
Ein großer Lottogewinn seines Vater ermöglichte ihm dann intensive Studienaufenthalte in Paris, Berlin, Hamburg und München.
Von Januar 1951 bis Oktober 1959 lebte er mit seiner Familie in Hopfen am See.
Am 24. Mai 1983 ist Rudolf Allwarth dann in Miltenberg gestorben.
Malstil und Motive
Die Ausstellung zeigt Gemälde aus seiner Hopfener Zeit und zeigt Landschaftsmotive vor allem vom Bergpanorama um den Hopfensee.
Sein Malstil erscheint uns heute als traditionell, doch hat er sich von einer impressionistischen Malauffassung inspirieren lassen.
Der Schwerpunkt seiner Arbeiten bilden jedoch Landschaftsgemälde seiner ostmecklenburgischen Heimat. Als Porträtmaler verdiente er sich in der Nachkriegszeit seinen Lebensunterhalt.
Bild 1: Ölgemälde Hopfensee, Rudolf Allwardt, ca. 1955
Bild 2: Foto von Rudolf Allwardt

Ausstellungsdauer: 09.05 bis 15.06.2008

Berufsverband Bildender Künstler Schwaben-Süd e.V.

Aktuelle Kunst im Museum
Objekt, Skulptur, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Malerie
mit Sonderschau von Eva Anderson

Ausstellungsdauer: 12.04. bis 27.04.2014

Narcissus - Magnus

Ölgemälde des Bischofs mit dem Drachen als Attribut

Im Refektorium wird eine Neuerwerbung des Museums vorgestellt: ein großes Tafel-Gemälde vermutlich aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wen das Bild darstellt, ist nicht eindeutig zu bestimmen: den hl. Bischof Narcissus oder den Ortsheiligen Magnus.
Wie sich die Legenden beider Heiligen verschränken, wird in dieser Präsentation geschildert.
Anhand eines vergleichbaren Gemäldes auf einer Kassettendecke in Willisau / Schweiz von 1854, wird nachgewiesen, dass Magnus auch im Bischofsornat dargestellt wurde.

Ausstellungsdauer: 15.02. bis 30.03.2008

Bruno Arnold

Bruno Arnold – Fotograf in Füssen 1912-1933  

Biographisches
Der Fotograf Bruno Arnold wurde 1884 in Leipzig geboren. 1911 legte er in Kempten als Fotograf seine Meisterprüfung ab, siedelte nach Füssen um und eröffnete dort in der Luitpoldstraße 8 ein Atelier. 1912 heiratete er die Tochter des Brauereibesitzers Margareta Deuringer aus Kempten. 1915 wird sein Sohn Hermann geboren, der nach dem Tod des Vaters (1933) das Atelier am gleichen Platz bis 1977 weiterführte.
Neben seinem „Broterwerb“ als lokaler Fotograf, begann Bruno Arnold intensiv seine Allgäuer Heimat zu fotografieren. So entstanden mit hohem künstlerischem Anspruch eine Vielzahl von Aufnahmen, die z. T. nur nach beschwerlichem Aufstieg in die Berge möglich waren. Von besonderem Interesse sind seine Aufnahmen von Füssen und Hohenschwangau.
Ausstellung
Bruno Arnold hinterließ ein umfangreiches Archiv, von dem ein Teil in dieser Ausstellung nun erstmals gezeigt wird. Von einer Auswahl seiner wohl besten Fotos ließ der Fotograf im Lichtdruckverfahren (ein sog. Edeldruckverfahren) das  „Album von Füssen und Hohenschwangau – Nach Photographien von Bruno Arnold“ produzieren.
Zentrum der Ausstellung dürfte ein digitaler Großdruck (ca. 3 x 4 m) sein, der sehr gut das charakteristische „Runzelkorn“ – sonst nur unter der Lupe zu erkennen – des Lichtdruckes auch dem fotografischen Laien zeigt.
Publikation
Das „Album von Füssen und Hohenschwangau – Nach Photographien von Bruno Arnold“ in einer kommentierten und erweiterten Fassung, ist Grundlage der zur Ausstellung herausgegebenen Publikation.
Das Buch erscheint zur Ausstellungseröffnung im Pagma Verlag Nürnberg (www.pagma-verlag.de), Herausgeber ist Hannes Arnold, Künstler und Enkel von Bruno Arnold.

Ausstellungsdauer: 01.12.2007 bis 10.02.2008

Kunstraum Maurer

Kunstraum Maurer im ehem. Kloster St. Mang, Füssen

Manfred Mayerle,
geb. 1949, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München; Meisterschüler, Assistent, Lehrauftrag. Förderpreis der Landeshauptstadt München, Preis der Akademie der Schönen Künste, Preis der Nationen  Villa Grimaldi, zahlreiche Preise und Realisierungen.
Seit den 70er Jahren beschäftigt sich das Atelier Manfred Mayerle mit dem Thema Kunst und Architektur. Ausgangspunkt aller künstlerischen Auseinandersetzung ist das Thema der Zeichnung. Als primäre Äußerung ist sie die Basis für alle weiteren Arbeiten. Für den Zeichner Manfred Mayerle ist das Thema die Linie, für den Maler ist es die Farbe in ihrer Schichtung, ihrer Struktur und in ihrer Oberfläche. In der Arbeit des Ateliers verbindet sich die Beschäftigung mit Linie und Farbe zu Interpretationen von Innen- und Aussenräumen im Hochbau, im Städtebau und in der Landschaft.

Ausstellungsdauer: 11.11. - 02.12.2007

Gottfried Herrmann

Gottfried Herrmann zum 100. Geburtstag

Vor 100 Jahren, am 23. Juli 1907, wurde Gottfried Andreas Herrmann in Erlangen geboren. Während seines Studiums kam er erstmals mit der Kunst der klassischen Moderne in Berührung, mit Zeichnungen von Paul Klee, Picasso und Kandinsky. So begann Gottfried Herrmann bald danach, die traditionelle Malweise zu hinterfragen und sich mit der Moderne zu beschäftigen.
Am 15. Mai 1934 trat Gottfried Herrmann seinen Schuldienst an der Städtischen Oberrealschule in Füssen an und blieb dort als Kunsterzieher und Gymnasialprofessor bis zum 8. Februar 1971. 1959/1960 bezog die Oberrealschule das um- und ausgebaute alte Knabenschulhaus am Augsburger-Tor-Platz (heute Kaiser-Maximilian-Platz). Die Pausenhalle wurde 1961 von Oberstudienrat Gottfried Herrmann mit einem großen Wandbild  ausgestaltet. An diesem Bild ist Herrmanns Malstil unverwechselbar zu erkennen, nicht jedoch die Thematik, die sich erst in  seiner künstlerisch produktivsten Schaffenszeit, seinem Spätwerk herausbildete. 
Die menschliche Figur bildet in seinem künstlerischen Schaffen das Hauptmotiv. In seinem Spätwerk stellt er den Menschen in die Realität einer Zivilisation, die ihn deformiert.  Er wird als bandagiert, verformt, zerbrochen dargestellt.
Herrmann selbst rechnet sein Werk dem „Kritischen Realismus“ zu.
Die Stadt Füssen zeichnete 1990 Gottfried Andreas Herrmann mit den Kultur- und Kunstpreis aus.
Im Museum der Stadt Füssen werden aus Anlass des 100. Geburtstags des Künstlers ab dem 27. September 2007 in einer Sonderausstellung weitgehend unbekannte Gemälde und Zeichnungen aus Gottfried Herrmanns Nachlass gezeigt.
Am 27. Dezember 2002 ist Gottfried Herrmann 95jährig in Schwangau gestorben.

Ausstellungsdauer: 28.09. - 04.11.2007

Günther Förg

Günther Förg - Aquarelle

Öffnet einen internen Link in einem neuen FensterDer 1952 in Füssen geborene deutsche Maler, Bildhauer und Fotograf Günther Förg studiert von 1973 bis 1979 an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Karl Fred Dahmen. Die erste Einzelausstellung findet 1980 in der Münchner Galerie Rüdiger Schöttle statt. Weitere Ausstellungen folgen: 1984 beteiligt sich Förg u.a. an der Ausstellung "von hier aus" in Düsseldorf. 1992 sind seine Arbeiten auf der documenta IX zu sehen und 1995 folgt eine Ausstellung im Stedelijk Museum in Amsterdam. Ein Lehrauftrag bringt den Künstler 1993 ans ZKM nach Karlsruhe, bis er wieder nach München geht, wo er an der Akademie ab 1998 ebenfalls eine Professur innehat. Material- und medienübergreifend verbindet Förg Fotografie, Malerei und Skulptur zu komplexen Installationen. So bringt Förg die Ästhetik von großformatigen Architekturfotografien des Bauhauses oder Ablichtungen menschenleerer, faschistischer Gebäudekomplexe mit Porträtfotos oder gerahmten Spiegeln in Verbindung. In anderen Arrangements lässt Förg Reflexionen über die Kunst zu, indem er monochrome Wandmalereien und Bleibilder spannungsreich miteinander konfrontiert.
Günther Förg stellt zum ersten Mal in seinem Geburtsort Füssen aus. Er zeigt speziell für diese Ausstellung angefertigte Aquarelle der Allgäuer Landschaft.

Ausstellungsdauer: 22.06. - 19.08.2007

Lechhalde 3, 87629 Füssen
Eingang durch den Klosterhof
Hier finden Sie das Museum im Opens external link in new windowStadtplan

Öffnungszeiten

Bis 31. März 2017
Freitag bis Sonntag
13 bis 16 Uhr

1. April bis 5. November 2017
Dienstag bis Sonntag
11 bis 17 Uhr

6. November 2017 bis 31. März 2018
Freitag bis Sonntag
13 bis 16 Uhr

Weihnachtsferien:
27. bis 30. Dezember 2017
und
2. bis 7. Januar 2018
jeweils 13 bis 16 Uhr

An folgenden Tagen ist geschlossen:
18. bis 26. und 31. Dezember 2017
sowie 1. Januar 2018

Jubiläumsjahr 2017

300 Jahre Barockkloster St. Mang
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Beitrag TV-Allgäu

Führungen

Nach Vereinbarung (nur zu den regulären Öffnungszeiten und ab 10 Personen)
Buchung: Tel. +49 (0)8362 903146
Gebühr: 30 € zuzügl. Eintritt 4 € pro Person (max. 20 Personen)

Eintrittspreise

Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €
Kombikarte Museen 7 €
Familienkarte 8 €

Schulklassen haben freien Eintritt

Wir sind Partner der KönigsCard

 

Flyer

Downloaden Sie hier den Initiates file downloadFlyer des Museums der Stadt Füssen 

Barrierefrei

Alle Etagen des Museums sind mit einem Lift barrierefrei erreichbar.